Diabetische Nephropathie als Folge von Diabetes mellitus
Die durch den Diabetes mellitus verursachte Erkrankung der kleinen Gefäße (Mikroangiopathie) betrifft häufig auch die Niere (diabetische Nephropathie, Nephro = Niere, pathie = Krankheit). Durch den hohen Zuckergehalt des Blutes verdicken sich die Wände der kleinen Blutgefäße in den Nierenköperchen (Mikroangiopathie) und die Filterfunktion der Niere wird zunehmend beeinträchtigt. Dadurch gehen dem Körper kleine Eiweißmoleküle (Albumin) verloren. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem zunehmenden Eiweißverlust über die Niere, Blutdrucksteigerung, Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes und Infektanfälligkeit. Ist die Nierenfunktion schließlich hochgradig gestört, spricht man vom Nierenversagen, die eine Dialysebehandlung notwendig macht. In Deutschland machen Diabetiker ein Drittel aller Patienten aus, die ständig auf die Dialyse angewiesen sind.
Der genannte Verlauf kann durch frühzeitig einsetzende und konsequente Therapie verhindert bzw. hinausgezögert werden. Um eine diabetische Nephropathie rechtzeitig zu erkennen, sollte bei Diabetikern mindestens einmal pro Jahr die Albuminkonzentration im Urin bestimmt werden.
Behandlung der diabetischen Nephropathie
Grundlage der Behandlung sind eine gute Blutzuckereinstellung und die Normalisierung des Blutdrucks. Besonders günstig wirkt sich eine blutdrucksenkende Therapie mit ACE-Hemmern oder AT-II-Antagonisten aus, denen eine spezielle Schutzwirkung auf die Niere zugeschrieben wird. Weitere Therapiemaßnahmen sind der Verzicht auf Nikotin und eine kontrollierte Eiweißzufuhr mit 0,8 - 1,0 g Eiweiß pro kg Körpergewicht. Daneben sollte das LDL-Cholesterin unter 100 mg/dl abgesenkt werden. Eventuell ist auch eine Behandlung mit ASS 100 zur Hemmung der Blutplättchen (Thrombozyten) sinnvoll.
Info
Nehmen Sie unbedingt alle Untersuchungstermine wahr, die Sie mit Ihrem Arzt im
Gesundheits-Pass Diabetes festgehalten haben!
Kontrolluntersuchungen des Blutdrucks und der Nierenfunktion sollten je nach Stadium der Erkrankung 2- bis 4-mal im Jahr stattfinden.
Autoren und Quellen
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Autor/in: Vitanet GmbH
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Quellen: Deutsches Diabetes-Zentrum Düsseldorf
- G. Herold: Innere Medizin, Köln, 2004
- Praxisleitlinie der Deutschen Diabetes Gesellschaft: Diabetische Nephropathie, Stand 2002
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Erstellungsdatum: 12.06.2006
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