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Sonnenstich und Hitzeschäden



Hohe Temperaturen, wie sie derzeit in Deutschland herrschen, sind ein echter Härtetest für den Kreislauf. Lesen Sie, wie man mit einigen einfachen Tipps Sonnenstich und Hitzschlag vorbeugen kann.

Sonne
Ein Sonnenstich ist Folge einer starken Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf und Nacken. Er wird durch die langwellige Wärmestrahlung verursacht, die zu einer Irritation der Hirnhäute führt. Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass ein Sonnenstich mit warmen oder heißen Umgebungstemperaturen zusammenhängt. Ein Sonnenstich kann jedoch auch bei kühleren Umgebungstemperaturen auftreten. Vor allem Menschen mit fehlender oder geringer Kopfbehaarung sind gefährdet. Dazu zählen insbesondere auch Säuglinge und Kleinkinder.

Bei einem Sonnenstich können folgende Symptome auftreten:

  • starke Kopfschmerzen und roter Kopf
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Nackensteifigkeit
  • Schwindel, Fieber
  • Kreislaufschwäche bis hin zum Kreislaufzusammenbruch

Als Notfallmaßnahmen gelten:

  • Tätigen Sie nach Möglichkeit sofort einen Notruf.
  • Bringen Sie den Betroffenen an einen schattigen, kühlen und ruhigen Ort.
  • Wickeln Sie feuchte, kühle Tücher um den Kopf des Betroffenen.
  • Lagern Sie den Oberkörper erhöht und öffnen Sie die Kleidung des Betroffenen.
  • Reichen Sie dem Betroffenen – sofern er ansprechbar ist – zusätzlich kühle Getränke, unbedingt jedoch ohne Alkohol.

So können Sie vorbeugen:

Meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Eine weitere Vorbeugemaßnahme ist, dass Sie bei starker oder längerer Sonneneinstrahlung Kopf und Nacken mit einem möglichst luftdurchlässigen Hut, zum Beispiels einem Strohhut, schützen. Baseballkappen sind ungeeignet, da sie keine Luftzirkulation zulassen. Auch Sonnenschutzmittel haben keine Wirkung gegen Sonnenstich.

Zu den Hitzeschäden zählen:

Hitzekollaps

Hierbei handelt es sich um eine kurzfristige Ohnmacht, die durch eine hitzebedingte Kreislauffehlregulation ausgelöst wird.

Als Hilfsmaßnahmen sind sinnvoll:
  • Bringen Sie den Betroffenen an eine kühlen, schattigen Ort.
  • Flache Lagerung mit angehobenen Beinen, wenn der Patient bei Bewusstsein ist. Bewusstlose Patienten sollten in die stabile Seitenlage verbracht und ein Notarzt benachrichtigt werden.
  • Öffnen Sie die Kleidung des Betroffenen.
  • Versorgen Sie den Betroffenen mit kühlen Getränken wenn er bei Bewusstsein ist.
Einem Hitzekollaps vorbeugen kann man, indem man große Hitze meidet und für ausreichend Flüssigkeitszufuhr und Bewegung sorgt. Meiden Sie große Menschenansammlungen, in denen Sie eingezwängt werden können und somit keine ausreichende Temperatur- und Kreislaufregulation stattfinden kann.

Hitzeerschöpfung

Hervorgerufen durch Flüssigkeitsmangel und Elektrolytverluste bei hohen Außentemperaturen kommt es bei der Hitzeerschöpfung zu Kopfschmerzen, Schwindel und Bewusstseinsstörungen. Bei der Hitzeerschöpfung erscheint die Haut kühl, feucht und blass.

Erste Hilfe bei Hitzeerschöpfung:
  • Bringen Sie den Betroffenen an einen kühlen, schattigen Ort.
  • Flache Lagerung mit angehobenen Beinen, wenn der Patient bei Bewusstsein ist. Bewusstlose Patienten sollten in die stabile Seitenlage verbracht und ein Notarzt benachrichtigt werden.
  • Öffnen Sie die Kleidung des Betroffenen.
  • Versorgen Sie den Betroffenen mit kühlen Getränken, wie Wasser, Säfte und Tees, wenn er bei Bewusstsein ist. Eine salzige Brühe hilft Elektrolytverluste auszugleichen.
Zur Vorbeugung einer Hitzeerschöpfung sollte man auf schwere körperliche Anstrengung in der Hitze oder in überheizten Räumen verzichten. Außerdem sollte man auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr achten. Meiden Sie Alkohol und stark zuckerhaltige Getränke.

Hitzschlag

Aus der Hitzeerschöpfung kann sich ein lebensbedrohlicher Hitzschlag entwickeln, besonders, wenn der Körper nicht mehr zur eigenen Körpertemperaturregelung fähig ist. Dies ist bei langen Aufenthalten in heißer, feuchter Umgebung und/oder körperlicher Anstrengung in der Hitze und zu warmer Kleidung oft der Fall. Die körpereigene Temperaturregelung bricht zusammen und die Körpertemperatur kann auf über 40 °C ansteigen. Das Gehirn kann anschwellen, was zu einem lebensbedrohlichen Zustand mit Kopfschmerz, Schwindel und Bewusstlosigkeit führen kann.

Hitzschlag können Sie an folgendem erkennen:

  • Schwächegefühl
  • Verwirrtheit
  • trockene, heiße Haut
  • Krämpfe
  • eine Körpertemperatur bis über 40°C
  • Bewusstseinsstörungen
  • Kreislaufschock bis hin zum Koma

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Hitzschlag:

  • Tätigen Sie nach Möglichkeit sofort einen Notruf.
  • Bringen Sie den Betroffenen an einen schattigen, kühlen und ruhigen Ort.
  • Wickeln Sie feuchte, kühle Tücher um den Kopf des Betroffenen.
  • Bewusstlose Person sollten Sie in die stabile Seitenlage bringen. Ist der Patient bei Bewusstsein, so lagern Sie ihn mit erhöhtem Oberkörper und öffnen Sie seine Kleidung.
  • Ist der Betroffene noch ansprechbar, geben Sie ihm kühle Getränke.

So können Sie einem Hitzschlag vorbeugen:

  • Meiden Sie Anstrengungen bei großer Hitze.
  • Tragen Sie geeignete, luftdurchlässige Kleidung.
  • Trinken Sie ausreichend, auch wenn Sie keinen Durst haben.
  • Achten Sie besonders auf das Verhalten älterer oder kranker Menschen sowie von Kindern.
  • Vermeiden Sie Alkohol oder andere Rauschmittel.

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