Keuchhusten (Pertussis)



Keuchhusten ist eine akute Infektionskrankheit, die von Bakterien (Bordetella pertussis) verursacht wird. Die Übertragung geschieht durch eine Tröpfcheninfektion bei engem Kontakt, also durch Husten oder Niesen. Der Erreger ist hochinfektiös, was zu einer sehr hohen Ansteckungsrate führt. Die Krankheit hinterlässt eine langdauernde Immunität.

Symptome

Die Erkrankung beginnt etwa ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung und dauert mehrere Wochen bis Monate. Typisch ist der Verlauf in drei Stadien: Das so genannte Stadium catarrhale, das etwa ein bis zwei Wochen dauert, ist von grippeähnlichen Symptomen gekennzeichnet. Danach schließt sich das vier bis sechs Wochen dauernde Stadium convulsivum an, in dem es zu anfallsweise auftretenden Hustenattacken mit Luftnot kommt. Im dritten Stadium, dem Stadium decrementi, klingen die Hustenanfälle über sechs bis zehn Wochen allmählich ab.

Komplikationen

Komplikationen treten vor allem im ersten Lebensjahr auf. Gefürchtet sind insbesondere der Atemstillstand bei Säuglingen sowie Lungenentzündungen. Häufig sind auch Mittelohrentzündungen, gelegentlich kann es zu Krampfanfällen kommen. In etwa fünf Prozent der Fälle endet die Krankheit tödlich. Antibiotika können die Krankheitsdauer zwar verkürzen, den Ausbruch aber nicht verhindern.

Impfung

Keuchhusten lässt sich durch Schutzimpfungen vermeiden. Die Impfung wird in der Regel als Kombinationsimpfung zusammen mit Tetanus und Diphtherie durchgeführt. Entsprechend den Impfempfehlungen sollte mit der Impfung ab dem zweiten Lebensmonat begonnen werden. Im Vorschulalter und im Alter von 9 bis 17 Jahren sind Auffrischimpfungen erforderlich. Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes (STIKO) empfiehlt die Impfung zudem allen Eltern, Geschwistern und Betreuern wie Tagesmütter oder Großeltern vier Wochen vor der Geburt eines Kindes.
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