Erhöhtes Cholesterin: Oft reicht eine Umstellung des Lebensstils
Sport, gesunde Ernährung, Nichtrauchen – auch bei der Behandlung von Fettstoffwechselstörungen steht ein gesunder Lebensstil an erster Stelle. Weil gerade Fettstoffwechselstörungen oft die Folge von Fehlernährung und Bewegungsmangel sind, lassen sie sich auf diese Weise meist gut in den Griff bekommen. Reicht die Lebensstiländerung nicht aus, können die Blutfettwerte zusätzlich mit Medikamenten gesenkt werden.
Anders verhält es sich mit den erblich bedingten Fettstoffwechselstörungen: Liegt eine familiäre Hypercholesterinämie vor, ist zusätzlich zu einem gesunden Lebensstil in jedem Fall eine medikamentöse Therapie notwendig. Oftmals werden diese Patienten auch mit einer
Apharese, einer speziellen Art der Blutwäsche, behandelt.
Krankheiten als Ursache der Fettstoffwechselstörung behandeln
Bei vielen Patienten ist die Fettstoffwechselstörung auch
sekundär bedingt, also Folge einer anderen Krankheit wie Magersucht, Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes mellitus. In diesen Fällen muss die Grundkrankheit behandelt werden – beispielsweise durch Einstellen de Diabeteserkrankung oder Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion mit Hormonen. Selbstverständlich ist auch bei der sekundären Fettstoffwechselstörung eine Umstellung der Lebensgewohnheiten immer Teil der Therapie.
Autoren und Quellen
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Autor/in: Dr. med. Beate-Maria Effertz, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Dr. Ursula Kassner, Ärztin, Lipidambulanz Campus Virchow Klinikum, Charité - Universitätsmedizin Berlin
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Quellen: Jean-Pierre Després, Isabelle Lemieux, Denis Prud`hommeTreatment of obesity: Need to focus on high risk abdominally obese patientsBMJ 2001, 322:716-20
- NCEP Report - Implications of Recent Clinical Trials for the National Cholesterol Education ProgramAdult Treatment Pannel der III Guidelines
- European Guidelines on CVD prevention, Third Joint European Societies Tasks Force on CVD Prevention in Clinical Practice, European Heart Journal (2003)24, 1601-1610
- Handbuch der Fettstoffwechselstörungen - Schwandt, Peter, Parhofer, Klaus (Hgg.) Schattauer-Verlag, 3.Aufl. 2007
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Erstellungsdatum: 22.11.2005
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Aktualisiert am: 11.06.2010
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