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Mann mit Fieberthermometer
Die Virusgrippe ist hoch ansteckend und gefährlich. Die Erreger verändern sich ständig, daher macht eine überstandene Grippe nicht immun gegen die nächste.
Fieberthermometer
Von einer Stunde auf die andere ist der Betroffene richtig krank und komplett arbeitsunfähig. Typisch sind trockner Reizhusten, hohes Fieber und Gliederschmerzen.
Tablette und Wasserglas
Zwar gibt es spezielle Antigrippemittel – sie wirken jedoch nur zu Beginn. Sonst hilft nur: schlafen, Tee trinken und abwarten, bis die Viren besiegt sind.
Röntgenbild der Lunge
Folgekrankheiten machen die Grippe so gefährlich – Entzündungen von Lunge und Herz sind hierbei besonders gefürchtet. Rund 20.000 Deutsche sterben jedes Jahr.
Spritze und Impfstoff
Impfen und ein starkes Abwehrsystem sind der beste Schutz gegen Grippe. Immunstimulanzien und eine gesunde Lebensweise stärken die Verteidigungskraft.
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Grippe – Die Attacke der Viren im Winter

Mit der harmlosen Erkältung hat diese Infektionskrankheit nichts zu tun. Die Virusgrippe (Influenza) kann für chronisch Kranke und Senioren lebensgefährlich sein. Deshalb sollten sie sich impfen lassen. Weil sich die Virustypen immer wieder ändern, muss der Impfstoff ständig den neuen Anforderungen angepasst werden. Es gibt drei Viren-Hauptstämme: den besonders gefährlichen Typ A und die beiden weniger riskanten B und C.

Im Überblick



Eine Grippe ist mehr als eine schwere Erkältung

Während die Erkältung zwar weit verbreitet, aber meist ungefährlich ist, muss man eine Grippe ganz klar davon abgrenzen: Die Symptome Fieber, Atemwegsbeschwerden, Glieder- und Kopfschmerzen sowie Abgeschlagenheit sind bei ihr sehr viel ausgeprägter. Wer eine Virusgrippe hat, muss nicht mehr überlegen, ob er noch zur Arbeit geht: Die Frage erledigt sich von selbst, denn er kommt nicht mehr aus dem Bett.

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Kälte und Stress begünstigen die Infektion

Fast jeder Mensch leidet irgendwann unter einer Grippe. Warum besteht bei Grippe eine so große Ansteckungsgefahr? Die Influenzaviren, die die Grippe verursachen, übertragen sich extrem leicht durch Tröpfchen. Schon beim Sprechen, aber auch durch Husten, Niesen oder Händereichen gelangen die Tröpfchen auf die Schleimhäute von Kontaktpersonen.

Allerdings steckt sich nicht jede Kontaktperson automatisch an. Bei Menschen mit einer starken Abwehr haben die Viren oft keine Chance. Gerade im Winter aber sind die Schleimhäute der meisten Menschen leicht angreifbar. Durch die kalte Winterluft verengen sich die Blutgefäße der Nasen- und Mundschleimhäute. Das vermindert ihre Durchblutung und damit ihre Abwehrreaktion. Bei Stress, Schlafdefizit und wetterbedingten Stimmungsschwankungen haben die Viren leichtes Spiel.
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Wie Influenza-Viren den Körper angreifen

Wenn das Robert Koch-Institut vor Influenza-Viren warnt und zur Schutzimpfung rät, sind meistens Typ-A-Viren gemeint: Sie verursachen beim Menschen die heftigsten Krankheitserscheinungen und führen immer wieder zu Epidemien oder sogar Pandemien. Sie kommen auch bei Schweinen, Pferden und Hühnern vor, weshalb Krankheitswellen auch von diesen Tieren ausgehen können.

Eiweiße spielen eine entscheidende Rolle

Innerhalb der Typ-A-Viren unterscheidet man Subtypen, die durch Muster der Eiweiße auf der Außenhülle charakterisiert sind. Diese Eiweiße, Hämagglutinine und Neuraminidasen, spielen eine wesentliche Rolle beim Befall der Wirtszellen und der Vermehrung der Viren: Die Hämagglutinine ermöglichen ein Andocken des Virus an die Wirtszelle, beispielsweise eine Zelle der oberen Atemwege. Dies leitet die Einkapselung des Virus und seine Einschleusung in die Zelle ein. Danach nutzen die Viren das Erbgut der Zelle zur Produktion zahlreicher Tochterviren. Die Neuraminidasen spalten abschließend bestimmte Stoffe von der Oberfläche der Wirtszelle, sodass die neugebildeten Viren die Zelle wieder verlassen können, um weitere Zellen zu infizieren.

Eine dauerhafte Immunität ist nicht möglich

Hämagglutinine und Neuraminidasen sind Antigene, die dem Immunsystem als Zielscheibe für eine Abwehrreaktion dienen. Da sie sich von Virusgeneration zu Virusgeneration mehr oder weniger stark ändern – Experten sprechen von einem Antigendrift – kann der Organismus keine dauerhafte Immunität gegen Influenzaviren entwickeln.

Pandemie durch Antigenshift


Weit drastischer ist die Auswirkung eines Antigenshifts. Dieser findet statt, wenn eine tierische Wirtszelle gleichzeitig von zwei verschiedenen Virusstämmen des Typ A infiziert wird. Durch die Kombination der beiden Stämme kommt es dann zu einem Subtyp mit komplett neuen Antigenen. Springen diese Viren auf den Menschen über, kann es zu einer Ausbreitung der Infektion über Länder und Kontinente hinweg, einer Pandemie, kommen. Denn das menschliche Abwehrsystem hat keine auch nur halbwegs passenden Antikörper gegen diese neuartigen Viren ausgebildet.

Typ-B- und Typ-C-Viren sind relativ harmlos

Außerdem gibt es noch Typ-B-Viren: Sie besiedeln nur den Menschen als Wirt. Auch sie können sich epidemisch ausbreiten, die Symptome sind aber schwächer. Typ-C-Viren treten dagegen nur sporadisch bei Menschen und Schweinen auf. Infektionen, die auf diesen Erreger zurückgehen, verlaufen sehr milde.
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Kranker Mann im Bett, Tabletten auf dem Nachtkästchen
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Die Grippe ist klar von einer Erkältung zu unterscheiden: Sie kommt plötzlich und ohne Vorwarnung, geht mit hohem Fieber einher und setzt die Betroffenen komplett außer Gefecht.
Grafik: Virus
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Influenza-Viren vom Typ A sind die gefährlichsten Grippe-Erreger. Ältere und chronisch Kranke sollten sich daher gegen sie impfen lassen.
Grafik: Ansteckung mit Viren
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Die Übertragung der Grippeviren von einem Menschen auf den anderen erfolgt über kleine Speicheltröpfchen, die beim Niesen oder Sprechen ausgeschieden werden. Sie gelangen über die Schleimhäute in den Körper, wo sie zu Fieber, Atemwegsbeschwerden, Glieder- und Kopfschmerzen führen.
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