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Tausendgüldenkraut - Centaurium erythraea

Im Überblick



Das Tausendgüldenkraut ist ein ein- oder zweijähriges kahles Kraut mit zarten Wurzeln. Die Pflanze wird bis zu 50cm hoch. Im ersten Jahr erscheint eine grundständige Blattrosette, erst im zweiten Jahr bildet sich ein aufrechter, nach oben verzweigter, vierkantiger, Blütentragender Stängel. Die hellrosa bis roten, selten weißen Blüten bilden eine Trugdolde.
Medizinisch verwendet wird das rasch getrocknete, blühende Kraut.
Deutscher Name: Tausendgüldenkraut
Botanischer Name: Centaurium erythraea
Familie: Enziangewächse (Gentianaceae)
Blütezeit: Juni bis September
Herkunft: Europa, Nordafrika, Nordamerika, westliches Asien

Anwendungsgebiete

  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsstörungen
  • Fieber
  • Erkältung
  • Leber- und Gallenbeschwerden
  • nervöse Erschöpfungszustände

Dosierung und Anwendung

Tee:
1 Teelöffel (ca. 1,8g) zerkleinertes Tausendgüldenkraut wird mit 150ml siedendem Wasser übergossen und nach 15 Min. abgeseiht. 2- bis 3-mal täglich zur Appetitanregung eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten - zur Behandlung von Verdauungsstörungen nach den Mahlzeiten - eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken.
Mittlere Tagesdosis: 6g getrocknetes Tausendgüldenkraut.

Tausendgüldenkrautwein:

Je 30g Droge von Tausendgüldenkraut und Pfefferminze und 1 Zitrone werden mit 1l Weißwein angesetzt und nach etwa 14 Tagen abgeseiht. Anstelle des Tees in kleinen Mengen vor dem Essen getrunken.

Fertigpräparate:
Extrakte, Tinkturen aus der Apotheke (z. B. Tinktura amara: 30 Tropfen vor den Mahlzeiten).

Wirkungen

Tausendglüldenkraut enthält u.a die sehr bitter schmeckenden Iridoide sowie Secoiridoidalkaloide und Xanthone. Die Hauptwirkstoffe befinden sich im blühenden Kraut (Centaurii herba). In den Blüten und Stängeln (weniger in den Blättern) befinden sich die Bitterstoffe. Darüber hinaus besitzt die Pflanze ätherische Öle und Flavonoide.

Hinweis

Wegen der Anregung der Magensäuresekretion sollte Tausendgüldenkraut nicht bei Magen- oder Darmgeschwüren verwendet werden!

Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche anhalten oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit dem Arzt empfohlen.

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen oder Risiken bekannt.