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Nützliche Hilfen für Herzkranke: Drei-Tasten-Handy, Pulsuhr und Co.



Oft sind es bereits einfache Verhaltensregeln, die den Alltag mit einer Herzkrankheit erleichtern: So empfiehlt es sich dringend, die Medikamente auch in beschwerdefreien Zeiten regelmäßig und zuverlässig einzunehmen. Denn auch bei geringen Beschwerden schreitet die Herzmuskelschwäche fort, wenn sie nicht behandelt wird. Diuretika, auch lapidar "Wassertabletten" genannt, und blutverdünnende Medikamente wie Marcumar, werden in ihrer Dosis vom Arzt den Blutwerten und Beschwerden schon mal häufiger verändert. Dies erfordert z.B. wöchentliche Blutentnahmen. Fehler bei der Einnahme der Medikamente und folglich eine Zunahme der Herzschwäche lassen sich vermeiden, wenn Sie:
  • einen regelmäßigen Tagesablauf entwickeln, in dem die Medikamenteneinnahme ihren festen Platz hat
  • sich die Namen Ihrer Medikamente mit den dazugehörigen Dosierungen merken, aber auch grob die Wirkung des jeweiligen Medikaments
  • einen übersichtlichen Medikamentenplan - am besten in Form einer Tabelle - schreiben und jede Einnahme sofort durch ein Häkchen dokumentieren
  • in jeder Lebenslage eine aktuelle Liste Ihrer Arzneien bei sich tragen, z.B. im Portemonnaie
  • das Rezept mit Ihren Medikamenten so früh erneuern, dass ihr Vorrat nicht zu Ende geht
  • die Tablettenverpackungen ordentlich beschriften.

Die Waage gehört zur Grundausstattung

So selbstverständlich wie die geregelte Medikamenteneinnahme sollte auch die Gewichtskontrolle sein. Schließlich weist eine schnelle Gewichtszunahme auf Wassereinlagerungen hin, die Zeichen für eine Überlastung des ohnehin geschwächten Herzens sind. Wiegen Sie sich deshalb täglich - möglichst immer zur gleichen Tageszeit und ohne Kleidung. Eine Gewichtszunahme von mehr als zwei Kilogramm in drei Tagen ist Grund für einen Arztbesuch. Der Arzt entscheidet dann anhand der Gesamtsituation des einzelnen Patienten, ob und welches Medikament erhöht oder erniedrigt werden muss und ob andere Schritte notwendig sind, z.B. einen Herzschrittmacher zu implantieren.

Maßband warnt rechtzeitig vor gefährlichem Bauchfett

Den Bauchumfang einmal pro Woche in Taillenhöhe zu messen, gibt einen guten Anhalt darüber, ob ein Herzkranker Fett ansetzt. Eine Gewichtszunahme ist gerade im Bauchbereich zu vermeiden, weil sie das Herz belastet und langfristig auch zu Gefäßverengung, hohem Blutdruck und Verschlechterung der Pumpfunktion führt.

Pulsuhr verleiht Sicherheit beim Sport

Eine einfache Pulsuhr ist preiswert und hilft die Angst vor Überbelastung des kranken Herzens bei körperlicher Anstrengung und Sport zu mindern. Auch entwickeln viele Herzkranke mit einer Pulsuhr ein besseres Gefühl für ihre Belastungsgrenzen und überwinden leichter die innerer Hürde, regelmäßigen Sport zu treiben.

Notfall-Handy sorgt für schnelle Hilfe

Mit besonderen Mobiltelefonen, die einfach zu bedienen sind, erhalten Sie schnelle Hilfe bei akuten Symptomen und in Notsituationen. Das System verbindet Sie jederzeit mit medizinischem Personal in einem Servicecenter.

In Entwicklung sind auch weitere elektronische Notfall- und Übermittlungssysteme, wie T-Shirts mit eingearbeiteten Sensoren, die ein EKG des Trägers direkt an eine kardiologische Zentrale übermitteln.

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