Ursache und Folge von Bluthochdruck: Arteriosklerose
Die Blutdruck-Höhe wird über einen komplizierten Regelkreislauf gesteuert. Verschiedene Hormone, Botenstoffe und Signalwege im Körper spielen dabei eine Rolle. Entscheidend für die Höhe unseres Blutdrucks sind die Blutmenge, die das Herz pro Minute in den Kreislauf pumpt (Herzminutenvolumen), sowie der Widerstand, den die Blutgefäße dem Blutstrom entgegensetzen. Dauerhaft hoher Blutdruck entsteht auf zwei Wegen:
- Wenn unser Herz mehr Blut durch den Körper pumpen muss, um alle Organe ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen
- wenn Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) die Gefäßwände starr und unelastisch macht und somit dem Blutstrom einen höheren Widerstand entgegen setzt.
Die Folgen von erhöhtem Blutdruck
Liegt der Blutdruck dauerhaft über dem Grenzwert von 140/90 mmHg, entsteht ein Teufelskreis: Der höhere Druck belastet die Gefäßwände, die dadurch schneller verschleißen und verhärten, was wiederum den Druck weiter in die Höhe treibt. In Folge dessen braucht das Herz mehr Kraft, die Herzmuskeln werden dicker, um mehr leisten zu können. Außerdem dehnen sich die Herzhöhlen aus und nehmen mehr Blut auf. Allerdings stoßen Ausdehnung und Wachstum des Herzens schnell an ihre Grenzen. Die dicker werdende Herzwand wird schlechter mit Sauerstoff versorgt, insbesondere dann, wenn zusätzlich die
Herzkranzgefäße (Koronararterien) durch Arteriosklerose verengt sind.
Folgeschäden am Herz
Wird ein Bluthochdruck nicht konsequent behandelt, sind deshalb Folgeschäden wie
Herzinsuffizienz,
Koronare Herzerkrankung und
Herzinfarkt vorprogrammiert.
Autoren und Quellen
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Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
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Quellen: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften AWMF: Leitlinien für die Prävention, Erkennung, Diagnostik und Therapie der arteriellen Hypertonie der Deutschen Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdruckes e.V. (Deutsche Hochdruckliga), Stand: November 2003
- Scholze, J. (Hrsg.): Hypertonie kompakt. Thieme 2002
- Elliott WJ, Meyer PM: Incident diabetes in clinical trials of antihypertensive drugs: a network meta-analysis (Lancet. 2007 Jan 20
- 369(9557):201-7)
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: Vergleichende Nutzenbewertung verschiedener antihypertensiver Wirkstoffgruppen als Therapie der ersten Wahl bei Patienten mit essenzieller Hypertonie (Vorbericht), 2007
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Erstellungsdatum: 18.06.2007
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