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Therapie bei Akne: Antibiotika



Wenn Bakterien im Spiel sind, wird meist eine Therapie mit Antibiotika erwogen. Antibiotika bekämpfen die Mikroorganismen, die an der entzündlichen Reaktion der Haut beteiligt sind. Sie gelangen über das Blut zu den Entzündungsherden, reichern sich dort an und wirken den Entzündungen entgegen. Außerdem sollen sie auch einen positiven Effekt auf die Hautverhornung haben. Bei Akne ist ihre Gabe jedoch durchaus umstritten. Denn Antibiotika begünstigen die Resistenzbildung – Bakterien werden dann „immun“ gegen ihre Wirkung.

Zudem töten sie die Bakterien in der Regel nicht ab, sondern hemmen nur ihr Wachstum. Nach Absetzen der Medikamente können sich die Bakterienstämme wieder erholen und die Akne wird wieder schlimmer. Antibiotika können außerdem zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit der Haut führen, die Darmflora (vorübergehend) schädigen und dann zu Verdauungsproblemen und Pilzbefall führen.

Regeln für die Einnahme von Antibiotika beachten

Aus diesen Gründen wird oft empfohlen, Antibiotika bei der Therapie von Akne mit Bedacht und – vor allem bei starken Akneschüben – kombiniert mit einem Schälpräparat einzusetzen. Gerade, wenn Eiterpickeln auch mit konsequenter Hautpflege nicht beizukommen ist, kann sich ein Versuch mit Antibiotika wie beispielsweise Minocyclin, Doxycyclin, Erythromycin oder Clindamycin, sogenannte Tetracycline, trotzdem auszahlen. Immer gilt: vorschriftsmäßig und nicht kürzer oder länger als nötig anwenden, dann ist die Gefahr einer Resistenzbildung auch geringer.

Manche Antibiotika reduzieren den Empfängnisschutz durch die Pille. Frauen, die die Antibabypille nehmen, sollten sicherheitshalber zusätzlich mit anderen Mitteln verhüten, wenn sie ein Antibiotikum einnehmen – zum Beispiel mit Kondomen.
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