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Krampfadern: Ursachen und Risikofaktoren



Krampfadern sind aufgedehnte und ausgesackte Venen im oberflächlichen Venensystem. Doch wie entstehen sie? Zu dieser Frage gibt es zwei Theorien, die eine besagt: Die Funktion der Venenklappen ist gestört, auf diese Weise sackt das Blut ab und die Venen weiten sich. Die andere Erklärung lautet: Die Venen sind bereits gedehnt – infolge eines schwachen Bingegewebes, das ihnen keinen Halt mehr bieten kann. Durch diese Venenschwäche können sich die Venenklappen nicht mehr in der Mitte treffen. Die Folge: Das Blut fließt langsamer und sackt die Venen aus.

Funktionsverlust der Venenklappen

Varizen verschlimmern sich meistens im Laufe Zeit und dehnen sich weiter aus. Da sich die Venen nicht aus eigener Kraft verengen können, werden sie nach und nach immer weiter gedehnt. Die Venenklappen werden immer stärker geschädigt, bis sie ihre Funktionsfähigkeit am Ende ganz verlieren. Aus dem normalerweise völlig gestreckten Verlauf der Venen wird eine Schlängelung. Sie treten unter der Haut hervor, sind deutlich sichtbar und fühlbar, können stellenweise sogar knotig verdickt sein.

Gene, Übergewicht, Bewegungsmangel, Geschlecht, Schwangerschaft

Der Risikofaktor Nummer Eins für Krampfadern ist die Bindegewebsschwäche. Das Bindegewebe umgibt und stützt die oberflächlichen Venen. Ist es geschwächt, so erweitern sich die Venen zunehmend und sacken aus – es kommt zu Krampfadern. Die Bindegewebsschwäche ist fast immer genetisch bedingt: Bei 90 Prozent aller Patienten findet sich eine familiäre Veranlagung.

Weitere Faktoren, die Krampfadern fördern:

  • Bewegungsmangel
    Die Muskelpumpe des Unterschenkels trägt wesentlich zum Transport des Blutes bei. Doch wer im Beruf ausschließlich sitzt oder steht, im Auto zur Arbeit fährt und obendrein in der Freizeit viele Stunden vor dem Fernseher verbringt, lässt die Muskelpumpe ungenutzt.
  • Übergewicht
    Zusätzliche Pfunde üben starken Druck auf die Beckenvenen aus - dies fördert ebenfalls Krampfadern.
  • Schwangerschaft
    Auch das Baby im Mutterleib übt einen starken Druck auf die Beckenvenen aus, zudem wirkt das Schwangerschaftshormon Progesteron entspannend auf die Venenwände, so dass sich die Venen mehr weiten.
  • Geschlecht
    Zwei Drittel der Krampfadern-Patienten sind Frauen, nur ein Drittel Männer.
  • Alter
    Mit den Jahren wird das Bindegewebe schwächer – damit steigt auch das Krampfadernrisiko.
Als entscheidender Risikofaktor wird außerdem oft eine ballaststoffarme Ernährung diskutiert. Es gibt allerdings keine wissenschaftlichen Belege für diese Annahme.
Autoren und Quellen
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